Rudy: Mit dem richtigen Umfeld das Unmögliche erreichen.


Wie beim Lesen von Büchern, so können wir auch sehr viel beim Schauen von Filmen lernen. Ich liebe Filme, die auf wahren Begebenheiten basieren. Es sind auch diese Geschichten, welche meines Erachtens am inspirierendsten sind. Ein solcher Film ist Rudy". Wir haben den 1993 veröffentlichten Film kürzlich mit unseren Kindern (12, 10 und 8 Jahre) angeschaut, und alle waren begeistert.

Gegen alle Widerstände

„Rudy“ ist die wahre Geschichte von Daniel „Rudy“ Ruettiger, einem Jungen, dessen grösster Traum es ist für die Universität Notre-Dame Football zu spielen. Rudy hat aber mehrere Probleme: Erstens: Er leidet unter Dyslexie. Seine Schulnoten sind weit unter jenen, die für die Aufnahme an eine Universität gefordert werden. Zweitens: Er ist gerademal 1.68 gross.

Aufgrund dieser Voraussetzungen wird Rudy in seinem ganzen Umfeld als Träumer belächelt. Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit verbringt er einige Jahre in der Navy, danach arbeitet er im Kraftwerk in seiner Heimatstadt. Dort wo auch sein Vater, seine Geschwister und fast alle seine Schulkameraden eine Stelle gefunden haben.

Die einzige Person, welche Rudy wegen seinem Traum nie ausgelacht hat, sondern ihn immer wieder dazu aufforderte, es doch zu versuchen, war sein Freund Pete. Als Pete bei einem Arbeitsunfall im Kraftwerk ums Leben kommt, entscheidet sich Rudy den Rat seines Freundes zu befolgen.

Im Alter von 22 Jahren macht sich Rudy auf in Richtung South Bend in Indiana. Das Einzige, was er mit dabei hat, ist sein Traum, als Student der Eliteuniversität Notre Dame für deren renommiertes Football-Team, die „Figthing Irish“, spielen zu können.

Realistisch gesehen, war dies bei den Voraussetzungen, welche Rudy mitbrachte, ein völlig hoffnungsloses Unterfangen. Da ich die Spannung nicht zerstören will, erzähle ich nun nicht wie es weitergeht. Es lohnt sich auf jeden Fall den Film anzuschauen.

Die Geschichte von Rudy Ruettiger lässt den Betrachter zahlreiche Lehren ziehen. Rudy ist ein unglaubliches Beispiel was Leistungswille und Beharrlichkeit angeht. Rudy zeigt, was ein Mensch auch gegen alle Widerstände erreichen kann, wenn er daran glaubt, eine positive Einstellung behält, sich nicht durch „Nein-Sager“ beeinflussen lässt und bereit ist, zur Erreichung seines Traumes Rückschläge, Schmerzen und Demütigungen hinzunehmen.

Das richtige Umfeld

Eine Sache ist mir im Film besonders aufgefallen. Es gibt im Film einige Schlüsselpersonen, welche Rudy auf seinem Weg begleiten und ihn positiv beeinflussen bzw. in seinem Vorhaben bestärken.

Sein bereits erwähnter Freund Pete, der stets an Rudy geglaubt hatte. Einmal schenkt Pete seinem Freund eine Jacke des Football-Teams von „Notre Dame“. Als er ihm die Jacke übergibt, sagt er: „Du bist geboren, diese Jacke zu tragen.“ Während das ganze Umfeld Rudy als kindischen Träumer sieht, erklärt ihm Pete immer wieder, wie wichtig es ist, seine Träume zu verfolgen. Es seien genau diese Träume, welche das Leben lebenswert machen, ist Pete überzeugt.

Eine weitere Schlüsselperson ist Vater Cavanaugh, Priester an der Universität Notre Dame. Statt Rudy wegen seiner schlechten Noten abzuwimmeln, zeigt er ihm einen Weg auf, wie er es allenfalls einmal Schaffen könnte, von der Universität aufgenommen zu werden. Dieser Weg führt über eine andere Schule, das nahe gelegenen Holly Cross College, welche er zuerst erfolgreich abschliessen muss.

Um möglichst viel von der Football-Mannschaft mitzubekommen, heuert Rudy unentgeltlich beim Stadionwart an. Dieser wird in den nächsten Jahren zu seinem wichtigsten Mentor. Wenn Rudy Rückschläge erleidet, ist es Abwart Fortune, der ihn immer wieder aufbaut und ihn davon abhält, seinen eingeschlagenen Weg zu verlassen.

Während Rudy versucht seine Noten im Holly Cross College auf das geforderte Niveau zu bringen, lernt er dort D-Bob kennen. D-Bob ist Assistenzprofessor an der Universität „Notre Dame“ und unterrichtet am Holly Cross College. Die beiden beginnen sich gegenseitig, in unterschiedlichen Dingen zu unterstützen.

Rudy hat auf seinem Weg all jene Personen aus seinem Umfeld verbannt, welche ihn negativ beeinflussen konnten. Im Gegenzug hat er sich mit Menschen umgeben, welche an ihn geglaubt haben.

Von guten Menschen wirst du gutes lernen...

Der römische Philosoph Musonius Rufus sagte einmal: „Von guten Menschen wirst du Gutes lernen, aber wenn du dich unter schlechte begibst, wird deine Seele Schaden nehmen:“ Rudy hat die negativen Menschen, die Nein-Sager, die Bremser und Zweifler in seinem Leben mit Menschen ersetzt, die ihn ermutigten, statt ihn hinunterzuziehen.

Für mich ist dies eine der wichtigsten Lehren aus dem Film „Rudy“: Umgebe dich mit den richtigen Menschen. Wir müssen darauf achten, welchen Umgang wir pflegen. Dabei spielt der soziale Status, der Bildungshintergrund, die finanzielle Situation, die Herkunft oder das Aussehen einer Person keine Rolle. Was zählt, ist deren Charakter und deren Einstellung. Wir sollten uns mit positiven Menschen umgeben, welche uns aufbauen und uns unterstützen. Mit Menschen, die uns bei der Verfolgung unserer Träume helfen Wege zu finden, wie wir diese erreichen können.

Gleichzeitig sollten wir aber auch selber zu Menschen werden, welche anderen dabei helfen, ihre Träume zu erreichen.

Deshalb fragen sie sich:

  • Welche Menschen in meinem Umfeld machen mich besser?

  • Welche Menschen in meinem Umfeld inspirieren und motivieren mich?

  • Bin ich eine motivierende und inspirierende Person?

  • Ermutige ich mein Umfeld, oder bin ich eher ein Zweifler und Bremser?

Den Umgang mit jenen Menschen, die keinen positiven Effekt auf sie haben, sollten sie so stark wie möglich einschränken. Es ist schlicht verlorenen Zeit.

Ebenfalls sollten sie versuchen, einen möglichst unterstützenden und positiven Einfluss auf die Menschen in ihrem Leben auszuüben, die ihnen am wichtigsten sind. Sonst könnte es sein, dass sich diese von ihnen trennen, so wie sich Rudy von denjenigen verabschiedet hat, die nicht an ihn geglaubt haben.

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