Katastrophale Konsequenzen - Teil 1: Mao's Krieg gegen die Spatzen


Nicht selten entscheiden Regierungen, Gesellschaften oder Organisationen sehr kurzsichtig, um dann später mit Schrecken festzustellen, dass sie mit ihrem Entscheid zwar vielleicht das ursprüngliche Problem gelöst, dafür aber eine Katastrophe verursacht haben. Ein eindrückliches Beispiel für einen kurzsichtigen und desaströsen Entscheid ist Mao's Krieg gegen die Spatzen.


Oft glauben wir, die Ursache für ein Problem erkannt zu haben. In der Folge erschaffen wir einen für uns nachvollziehbaren Kausalzusammenhang. Daraus leiten wir dann eine für uns logische Lösung ab. Das Problem aber ist, dass wir in der Regel nicht über die ersten Folgen der Lösung hinausdenken. Wir fokussieren uns auf die offensichtliche Lösung des Problems und ignorieren mögliche weiteren Konsequenzen. Ist das ursprüngliche Problem dann vom Tisch, tauchen plötzlich völlig unerwartete neue Schwierigkeiten auf. Schwierigkeiten mit teilweise verheerenden Folgen, die weit grösser sind als das ursprüngliche Problem.


Ein unglaubliches und erschütterndes Beispiel für einen solchen kurzsichtigen und miserablen Entscheid liefert uns Mao Zedong. Der sozialistische Diktator rief durch seinen Krieg gegen die Spatzen, welcher er gewonnen hatte, eine verheerende Hungersnot in China hervor.


Quellen:

"China von der Hungersnot zum Wirtschaftswunder", Rainer Zitelmann (2018); Liberales Institut

"Humans: A Brief History of how we fucked it all up", Tom Phillips (2018); Hanover Square Press

"Ausrottung der vier Plagen"; Wikipedia

"The Four pests Campaign: Objectives, Execution, Failure, and consequences", Amber Pariona (2017); WorldAtlas

"China's deadly Science Lesson", Jimimah Steinfeld (2017); Indexoncensorship.org



RECENT POST